Fugen im Parkett

Parkett Fugen füllen: So gelingt es richtig!

Holzböden, insbesondere Parkett, verleihen jedem Raum eine besondere Atmosphäre. Mit ihrer natürlichen Ästhetik und der Vielfalt an Holzarten und Maserungen bieten sie zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten - von edel bis rustikal. Doch damit Parkettböden dauerhaft schön bleiben, ist regelmäßige Pflege erforderlich. Eine typische Herausforderung sind Fugen im Parkett, die durch natürliche Alterung oder Feuchtigkeitsschwankungen entstehen können.

Parkett- und Diellenfugen schliessen

Wer Fugen nicht rechtzeitig schließt, riskiert neben optischen Mängeln auch Sicherheitsprobleme. Doch wie geht man beim Fugenfüllen richtig vor?

Fugen im Parkett: Was Sie wissen müssen

Holzböden wie Parkett und Dielen sind natürliche Materialien, die „arbeiten“ - sie dehnen sich aus und ziehen sich zusammen. Im Laufe der Zeit entstehen dadurch oft Fugen, vor allem in trockenen Wintermonaten, wenn die Raumluft weniger Feuchtigkeit enthält. Während Fugen bei einem Dielenboden oft gewollt sind, um das typische Knarren zu verhindern, sollten Parkettfugen so weit wie möglich vermieden oder gefüllt werden.

Unterschiede zwischen Rand- und Flächenfugen

Fugen im Parkett können an den Rändern (Randfugen) oder mitten in der Fläche (Flächenfugen) auftreten. Beide Varianten haben unterschiedliche Ursachen und erfordern verschiedene Lösungen.

Parkett Randfugen
Randfugen:

Diese sind beim Verlegen des Parketts bewusst eingeplant, um dem Holz Bewegungsfreiheit zu geben. Sie sind in der Regel unproblematisch, da sie meist durch Sockelleisten abgedeckt werden. Sollten keine Sockelleisten verwendet werden, können Sie spezielle flexible Fugenfüller einsetzen, die sich den Bewegungen des Holzes anpassen.

Parkett Flächenfugen
Flächenfugen:

Fugen mitten im Bodenbelag sind oft ein Zeichen für Verlegefehler oder Alterungsprozesse.

Sie sind nicht nur optisch störend, sondern auch potenzielle Stolperfallen.

Solche Fugen sollten unbedingt geschlossen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Schritt-für-Schritt: So füllen Sie Parkettfugen richtig

Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie Parkettfugen selbst füllen. Dabei kommt es auf sorgfältige Vorbereitung und die richtigen Materialien an.

Benötigte Materialien und Werkzeuge:

  • Fugenmasse in passender Farbe
  • Kartuschenpistole
  • PE-Rundschnur (für breite Fugen)
  • Malerkreppband
  • Silikonglätter oder Kunststoffschaber
  • Staubsauger mit Fugendüse

1. Vorbereitung der Fugen

Bevor Sie mit dem Füllen der Fugen beginnen, müssen diese gründlich gereinigt werden:

  • Saugen Sie die Fugen sorgfältig mit einem Staubsauger aus, um Staub und Schmutz zu entfernen.
  • Breite Fugen sollten mit einer PE-Rundschnur ausgekleidet werden, um den Materialbedarf zu reduzieren. Lassen Sie dabei etwa 5 mm Platz für die Fugenmasse.
  • Kleben Sie die Ränder der Fugen mit Malerkrepp ab, um Verschmutzungen auf dem Parkett zu vermeiden.

2. Fugenmasse auftragen

Parkettfugen selbst füllen
  • Schneiden Sie die Spitze der Kartusche passend zur Fugenbreite zu.
  • Setzen Sie die Kartuschenpistole an und tragen Sie die Fugenmasse in einem gleichmäßigen Zug auf. Vermeiden Sie hektische Bewegungen, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

3. Glätten der Fugen

  • Verwenden Sie einen Silikonglätter, um die überschüssige Masse abzuziehen. Führen Sie den Glätter mit leichtem Druck entlang der Fuge.
  • Entfernen Sie regelmäßig die überschüssige Fugenmasse vom Glätter, um eine saubere Kante zu erhalten.

4. Nacharbeiten

  • Ziehen Sie das Malerkreppband ab, solange die Fugenmasse noch nicht vollständig getrocknet ist.
  • Achten Sie darauf, dass keine Reste der Fugenmasse auf dem Parkett haften bleiben.

Wichtige Hinweise zur Fugenmasse

Verwenden Sie immer eine elastische Fugenmasse, die speziell für Holzfußböden geeignet ist.

Diese passt sich den Bewegungen des Holzes an und verhindert, dass das Parkett beschädigt wird.

Parkett elastische Fugenmasse

Alternative Methoden: Holzleisten einsetzen

Für besonders breite Fugen können auch Holzleisten anstelle von Fugenmasse verwendet werden. Diese Methode ist aufwendiger, sorgt jedoch für ein nahezu unsichtbares Ergebnis:

  • Fräsen Sie die Fugen auf eine einheitliche Breite.
  • Setzen Sie Holzleisten ein, die farblich zum Parkett passen.
  • Schleifen Sie den Boden anschließend ab, um eine einheitliche Oberfläche zu schaffen.

Pflege des Parkettbodens nach dem Füllen der Fugen

Nach dem Füllen der Fugen ist es sinnvoll, das Parkett zu ölen, wachsen oder lackieren, um den Boden zu schützen. Achten Sie darauf, dass die verwendeten Produkte mit der Fugenmasse kompatibel sind.

Tipp!
Beachten Sie stets die Trocknungszeit der Fugenmasse, bevor Sie mit weiteren Arbeiten beginnen.

Fugen im Parkett: Fazit

Das Füllen von Parkettfugen ist nicht nur aus optischen Gründen wichtig, sondern auch für die Sicherheit und Langlebigkeit des Bodens. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Materialien können Sie diese Aufgabe selbst übernehmen. Wer sich unsicher fühlt, sollte einen Fachmann hinzuziehen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.