Das Ölen von Parkett ist eine beliebte Methode, um Holzböden zu pflegen und ihnen ein natürliches, elegantes Aussehen zu verleihen.
Viele stehen jedoch vor der Entscheidung: Soll das Parkett geölt oder doch lieber versiegelt werden? In diesem Leitfaden erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Parkett ölen, die Auswahl des richtigen Öls sowie die optimale Pflege eines geölten Bodens.

Nicht jedes Öl ist für die Behandlung von Parkett geeignet. Während Küchenholzflächen manchmal sogar mit Olivenöl behandelt werden können, erfordert ein Parkettboden spezielle Produkte, die für die Bedürfnisse eines viel belasteten Fußbodens entwickelt wurden. Die Wahl des richtigen Parkettöls hat großen Einfluss auf die Haltbarkeit und das Aussehen Ihres Holzbodens. Zu den gängigsten Optionen zählen Hartöl und Hartwachsöl.

Hartöl besteht meist aus natürlichen Ölen wie Leinöl, Walnussöl oder auch Tungöl. Diese Ölmischungen dringen tief in die Holzfasern ein und härten dort aus, ohne eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche zu bilden. Dadurch bleibt das Holz offenporig, was bedeutet, dass es Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben kann.
Diese Eigenschaft sorgt für ein angenehmes Raumklima, da der Boden Feuchtigkeit reguliert.
Vorteile von Hartwachsöl:
Nachteile von Hartwachsöl:
Hartwachsöl kombiniert die Vorteile von Hartöl mit den Schutzwirkungen eines Wachses. Es bildet eine dünne Schicht auf dem Parkett, die vor Abnutzung schützt und gleichzeitig das natürliche Aussehen des Holzes bewahrt. Da das Hartwachsöl die Poren des Holzes teilweise verschließt, bietet es mehr Schutz vor Feuchtigkeit als reines Hartöl.
Vorteile von Hartwachsöl:
Nachteile von Hartwachsöl:
Geölte Parkettböden zeichnen sich durch ihre warme, natürliche Optik aus. Doch um diese zu bewahren, ist eine regelmäßige Pflege erforderlich. Die Pflege unterscheidet sich je nach verwendetem Öltyp: Hartöl oder Hartwachsöl.
Ein offenporig geölter Boden benötigt eine besondere Pflege, da er Feuchtigkeit stärker aufnimmt. Für die Reinigung sollten Sie spezielle Holzbodenseifen verwenden, die das Holz nicht austrocknen und gleichzeitig eine schützende Wachsschicht hinterlassen.
Pflegehinweise
Hartwachsöl bietet einen besseren Schutz gegen Feuchtigkeit und Schmutz, sodass die Reinigung etwas unkomplizierter ist. Trotzdem sollten auch hier spezielle Reinigungsprodukte verwendet werden, um die Wachsschicht nicht zu beschädigen.
Pflegehinweise

Obwohl geölte Parkettböden viele Vorteile bieten, gibt es auch einige Nachteile, die Sie kennen sollten:
In gewerblich genutzten Räumen, wie Verkaufsflächen oder Büros, ist der Pflegeaufwand für geölte Parkettböden noch höher. Hier wird der Boden oft intensiver genutzt und die Reinigung sollte professionell durchgeführt werden, um Abnutzungserscheinungen zu minimieren. Regelmäßige Unterhaltsreinigung sowie eine jährliche Pflegebehandlung sind in solchen Fällen empfehlenswert.

Wichtige Pflegeaspekte im Objektbereich:
Die Entscheidung zwischen Ölen und Versiegeln hängt von mehreren Faktoren ab: dem gewünschten Aussehen, der Beanspruchung des Bodens und dem Pflegeaufwand.
Geöltes Parkett:
Versiegeltes Parkett:
Das Ölen von Parkett ist eine hervorragende Methode, um dem Holzboden eine natürliche Optik und ein angenehmes Gehgefühl zu verleihen. Die Wahl des richtigen Öls - ob Hartöl oder Hartwachsöl - hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und der geplanten Nutzung des Raumes ab. Geölte Böden erfordern regelmäßige Pflege, belohnen aber mit einem warmen, einladenden Aussehen, das den Charakter des Raumes unterstreicht.
Wenn Sie sich für einen geölten Parkettboden entscheiden, sollten Sie den zusätzlichen Pflegeaufwand einplanen. Besonders in stark frequentierten Bereichen oder gewerblichen Objekten kann es sinnvoll sein, die Pflege einem Fachbetrieb anzuvertrauen, um die Langlebigkeit und Schönheit des Bodens zu bewahren.